Cattle-Penning und Team-Penning weisen große Ähnlichkeiten auf. Allerdings
startet beim Cattle-Penning nur ein Reiter, der nur ein bestimmtes Rind in
einen Käfig treiben muss.
Das Zeit-Limit beträgt für Open Klassen 60 sek. Für Amateur und Jugend
Klassen 90 sek.
Innerhalb des Zeitlimits muss ein Reiter ein gekennzeichnetes Rind aus der
Herde abtrennen und in den dafür vorgesehenen Käfig treiben.
Der Schnellste gewinnt.
30 Sekunden vor Ablauf der Zeit muss dem Reiter die Restzeit angezeigt
werden.
Geschieht dies nicht, darf der Reiter einen Wiederholungslauf (rerun)
verlangen, der sofort durchgeführt wird.
Vor jedem Start muss die Rinderherde auf ihrer Seite gesettelt sein. Der
Flagman hebt die Fahne, wenn alles startbereit ist. Wenn die Nase des Pferdes die Startlinie passiert
senkt der Flagman die Fahne. Die Zeitmessung beginnt und die Nummer / Halsband des
zu trennenden Rindes wird dem Reiter zugerufen.
Jeder Reiter wird nur einmal aufgefordert, in die Arena einzureiten. Große
Verzögerungen können zur Disqualifikation führen.
Wenn die Rindernummer dem Team bekannt gegeben worden ist, ist das Team für
diese Tiere verantwortlich. Sollte es vor dem Anreiten bemerken, dass eins
ihrer Rinder verletzt oder unbenützbar ist, sollte sofort der Richter
verständigt werden. Wenn schom mit dem Tieren gearbeitet wurde, gibt es keine valable
Entschuldigung mehr. Falls ein Tier durch oder über den Zaun geht, entscheidet
der Richter über eine Disqualifikation wegen unnötiger Härte den Rindern
gegenüber. Er kann auch einen Wiederholungslauf (rerun) gestatten, wenn das
Tier aus anderen Gründen die Arena verlassen hat. Der Wiederholungslauf (rerun)
muss am Ende des Durchgangs (go-round) stattfinden. Der Richter und das
Management entscheiden dann darüber, ob frische Tiere gebraucht werden oder
welche Rinder noch frisch genug sind. Wenn frische Tiere mit schon gearbeiteten
Rindern gemischt werden, muss eine Neunummerierung stattfinden oder Halsbänder
erneuert werden um allen Teams die gleichen Chancen zu geben, müde und frische
Rinder zu treiben.
Die Zeit wird gestoppt, wenn sich die Nase des Pferdes im Käfig befindet,
der Reiter die Hand in Richtung des Flagmans hebt und „Time“ ruft. Zu diesem Zeitpunkt darf sich das Pferd nicht weiter als bis zum Steigbügel
seines Sattels im Käfig befinden. Sollte bei der Zeitnahme das Pferd mit den Hinterhufen den Käfig betreten, wird
der Reiter mit „no time“ bewertet.
Eine Zeitstrafe von 10 Sekunden wird für jedes zusätzliche Rind, das sich
beim Zeitstoppen auf der Käfigseite der Arena befindet, zur gestoppten Zeit
hinzuaddiert.
Zu keiner Zeit dürfen sich mehr als insgesamt vier (4) Kühe auf der
Käfigseite befinden. Sollte dies passieren wird der Reiter mit „no time“
bewertet.
Ein Reiter der mit einer falschen Kuh oder mit mehr als einer Kuh im Käfig
nach Zeitstopp verlangt, wird mit „no time“ bewertet.
Bei Turnieren, bei denen mehrere Durchgänge möglich sind, werden die Zeiten
und Rinderzahlen der Durchgänge addiert. Sollte bei so einem Wettbewerb ein
Reiter z.B. auf seinen zweiten Durchgang verzichten, kann er nicht vor einen
Starter platziert werden, der alle Go-rounds absolviert hat.
Rinder dürfen nicht mit Händen, Hüten, Lassos, Gerten, Zügeln oder anderen
Ausrüstungsgegenständen berührt werden. Andernfalls erfolgt eine
Disqualifikation. Unnötige Härte wird mit „Disqualifikation“ geahndet. Gerten,
Hüte oder Lassos dürfen nicht geschwungen werden. Aber erlaubt ist es, mit den
Zügeln auf die Chaps zu schlagen.
Der Richter kann einen Reiter wegen unnötiger Härte gegenüber Rind oder
Pferd oder wegen Unsportlichkeit disqualifizieren.
Sturz von Reiter oder Pferd führt nicht zur Disqualifikation. Der Reiter
darf aber nicht vom Boden aus Kuharbeit leisten. Das würde automatisch zur
Disqualifikation führen. Auch darf die Zeit nicht gestoppt werden, solange der
Reiter nicht wieder sein Pferde bestiegen hat.
Im Falle eines Stechens wird den betroffenen Reitern erlaubt jeweils eine
bestimmte Kuh aus der Herde zu holen. Das Schnellste gewinnt.
Falls ein Reiter seine Nennung zurückzieht, wenn schon die Startreihenfolge
und die jeweilige Rindernummer ausgelost worden ist, startet der nachfolgende
Reiter an diesem Platz. Das ausgeloste Rind erhält ein „Freilos“.
Die Nummern- oder Farbschilder der Rinder müssen mindestens 15,5 cm groß und die
Halsbänder mindestens 15,5
cm weit sein. Die Schilder sollten so angebracht sein,
dass sie sich auf beiden Seiten möglichst nah am Rückrat des Rindes befinden.
Der Richter und das Management legt die Nummerierung der Rinder fest.
Die optimale Herdengröße beträgt 20 Rinder. Abgesehen davon kann die Herde
bis zum 25 Tieren gross sein, das minimum sind 15 Tiere, auch wenn weniger als
7 Teams teilnehmen. Die endgültige Entscheidung über die Rinderanzahl liegt
beim Richter und Veranstalter.
Für jeden Starter in einer Go-round soll die Herdengröße identisch sein.
Es sollten zwei Flagman vorhanden sein, einer an der Start-/Ziellinie und
einer am Eingang des Käfigs. Der Richter sollte an der Start-/Ziellinie
postiert sein und kann die Aufgabe eines Flagmans mit übernehmen. Es sollten
mindestens zwei Zeitnehmer zur Verfügung stehen. Normalerweise gilt die Zeit des Hauptzeitnehmers. Falls dessen Uhr ausfällt
oder er das Stoppen verpasst, wird die Zeit des zweiten Zeitnehmers genommen.
Die Start-/Ziellinie muss auf beiden Seiten der Arena deutlich markiert sein, z.
B. durch Fahnen.
Sollte der Reiter während des Ritts seinen Hut verlieren, werden 5
Strafsekunden zur Endzeit hinzuaddiert.
Ausrüstung: Erlaubt sind generell alle im Westernreitsport gebräuchlichen
Trensen, z.B. Bosal, Reitzaum nach Meroth, Snaflebit etc., wobei Westernkandaren mit einer Hand geritten werden müssen.(max. 1 Finger
zwischen Split – Reins) Es besteht kein Kandarenzwang für Pferde, die älter als
6 Jahre sind. In Jugendklassen sind nur Snaflebit erlaubt. Für Jugendliche
besteht Helm Pflicht. Zur Ausnahme muss ein Erziehungsberechtigter die
Erlaubnis mit Unterschrift geben. Die endgültige Endscheidung über die
Ausrüstung liegt beim Richter.
Der Richter darf während des laufenden Wettbewerbs nicht angesprochen
werden. Bei Missachtung hat der Richter das Recht die Person vom Platz zu
weisen bzw. den Reiter zu disqualifizieren.