Das Basisprinzip ist 10
Stück Vieh zu haben die von 0-9 durchnummerotiert sind und zwei Stück Vieh ohne
Nummer, was insgesamt eine Herde von 12 Tieren ausmacht. Am Anfang eines
Durchlaufs (run) ist die Herde hinter der Startlinie der Arena und das
Reiterteam bestehend aus drei Personen, gegenüber, auf der anderen Seite der
Startlinie.
Ranch Sorting wird mit
einem Team bestehend aus zwei oder drei Reitern praktiziert, je nach
Entscheidung des Veranstaltungskomitees.
Ranch Sorting wird
zwischen zwei etwa gleichgroßen Käfigen (pens) ausgetragen. Das Veranstaltungskomitee
hat die Möglichkeit zu entscheiden ob das Vieh in beide Richtungen oder nur in
eine Richtung gearbeitet wird.
Falls das Vieh in beide
Richtungen getrieben werden soll, muß es zuerst in den gegenüberliegenden Käfig
(pen) getrieben weren und dann wieder zurück, bevor eine neue Herde zum
Arbeiten in die Arena geschickt wird.
Die Tiere (bis auf zwei)
müssen mit Nummern gekennzeichnet werden die von Western Evasion a.t.p.i.
genehmigt wurden , diese werden auf den Flanken der Tiere angebracht, und zwar
so, daß sich der obere Teil der Ziffern nahe der Mitte des Rückens, zwischen
Schulter und Hüfte befindet. Halsbänder sind nicht erlaubt.
Der empfohlene
Sortierungsraum hat einen Durchmesser von 15 bis 20 Metern ohne 90° Winkel, das
heißt entweder runde oder achteckige Käfige (pens) sind zu verwenden.
Die empfohlene
Startlinie ist eine Öffnung von 3
m bis 5,3
m zwischen den beiden Käfigen (pens). Anmerkung: Über
die Öffnung wird vom Veranstaltungskomitee vor Beginn der Veranstaltung entschieden.
Die festgelegte Zeit ist
entweder 90, 75 oder 60 Sekunden für jede Klasse, je nach Festlegung und
Entscheidung des Veranstaltungskomitees vor Beginn des Wettkampfs.
Bei jeder Veranstaltung
im Ranch Sorting muß obligatorisch eine elektronische Zeitmesstafel benützt
werden. Das Veranstaltungskomitee zusammen mit dem Richter kann darüber
entscheiden ob die elektronische Zeitmesstafel von zwei Personen ersetzt wird,
die den Wettkampf stoppen. Der erste Zeitmesser gibt die offizielle Zeit, der zweite
Zeitmesser ist der Ersatz, falls der erste Zeitmesser ausfällt.
Die Zeit läuft solange
bis alle Tiere sortiert oder die gegebene Zeit abgelaufen ist.
Bevor der Start
freigegeben wird, wird die Herde auf der Seite der Startlinie zusammengetrieben
die für sie reserviert ist. Der Richter gibt genau an wann die Herde
zusammengetrieben werden soll.
Der Richter hebt die
Fahne wenn die Arena bereit ist. Die Fahne senkt sich wenn die Nase des ersten
Pferdes die Startlinie überschreitet und der Sprecher die Nummer des Tieres
angesagt hat, die als erstes abgetrennt werden soll. Die Teilnehmer bekommen
ihre Nummer sofort. Jede Verspätung im Überschreiten der Startlinie wird mit
einem « no-time » fûr das Team gewertet.
Die Rinder werden der
Reihe nach sortiert. Falls ein Kalb mit der falschen Nummer oder ein
unnummeriertes Kalb die Startlinie überschreitet, wird die Zeit sofort
angehalten wenn die Nase des falschen Kalbes die Startlinie überschreitet. Wenn
ein schon sortiertes Kalb die Startlinie wieder überschreitet, wird das Team
mit „no-time“ bewertet.
Die
Aussortierungsreihenfolge wird durch die Ziehung einer Nummer vom Sprecher
bekanntgegeben. Das Kalb, daß diese Nummer trägt, muß als Erstes aussortiert
werden; z.b. die Nummer 5 wird als erstes gezogen und muß somit als erstes
aussortiert werden, folgen dann die Kälber mit den Nummern 6, 7, 8, 9, 0, 1
usw.
Das Kalb wird als
sortiert betrachtet, wenn sein Schwanz die Startlinie überschreitet.
Ein Reiter kann drei
mal in der selben Klasse starten, muß aber zumindest einen Reiter in jedem Team
auswechseln.
Die Mindestanzahl der
Durchläufe (runs) muß beim ersten Durchgang (go) 100% sein ; 30% bis 50% beim
zweiten Durchgang (go); und den Zehn Besten im Finale. Bei mehr als 100 Teams,
30% bis 50% beim zweiten Durchgang (go) und die Besten 20 im Finale. Bei jedem
Finale im Ranch Sorting genehmigt von Western Evasion a.t.p.i. wird die
Reihenfolge der Teams durch eine Ziehung ermittelt.
Das Team das in drei
Durchgängen alle Tiere sortiert hat (folgend dem Wettbewerbsverlauf), klassiert
sich höher als ein Team , daß nur in zwei Durchgängen sortierte; ein Team das
in zwei Durchgängen sortierte plaziert sich besser als das Team das nur einen
Durchgang schaffte, vollkommen unabhänging wie viele Tiere sortiert wurden oder
welche Endzeit sich ergibt.
Das
Veranstaltungskomitee muß sich versichern, daß genug Vieh vorhanden ist, damit
keine Herde im ersten Durchgang der Open Klasse wiederverwendet wird.
30 Sekunden vor Ablauf
der Zeit, muß Team davon informiert werden.
Solbald die Reiter die
Kälber übernommen haben sind sie für sie verantwortlich. Es liegt in der
Verantwortlichkeit des Teams, bevor mit der Arbeit begonnen wird, einen Richter
zu rufen, wenn die Tiere mit denen das Team arbeiten soll verletzt oder
ungeeignet erscheinen. Sobald die Arbeit ausgeführt wurde gibt es keine
akzeptable Entschuldigung mehr. Falls ein Tier durch oder über den Zaun geht,
entscheidet der Richter über eine Disqualifikation wegen unnötiger Härte den Kälbern
gegenüber. Er kann auch eine Wiederholungslauf (rerun) gestatten, wenn das Tier
aus anderen Gründen die Arena verlassen hat. Der Wiederholungslauf (rerun) muß
am Ende des Durchgangs (go-round) stattfinden. Falls keine frischen Tiere für
die neuen Starts (reruns) zur Verfügung stehen, werden die brauchbaren Tiere
vom Organisationskomitee der Veranstaltung und dem Richter ausgewählt. Falls
mehrere neue Starts (reruns) in einer Serie (go-round) erlaubt wurden, werden
sie in der erteilten Reihefolge durchgeführt. Falls die Tiere bereits
wiederbenutzt wurden und frische Tiere notwendig sind, müssen die gebrauchten
Tiere mit den frischen Tieren gemischt und neunummeriert werden.
Die Zeit wird gestoppt
wenn der Schwanz des letzten Tieres ( zehntes Kalb in der richtigen
Reihenfolge) die Startlinie (foul line) überschritten hat.
Das Team das in der
richtigen Reihenfolge alle 10 Tiere aussortiert hat ist besser plaziert als ein
Team das weniger aussortierte. Nur in dem Fall wo gleich viele Kälber aussortiert
wurden wird die Zeit ausschlaggebend. Bei einem Wettbewerb mit mehreren
Durchgängen (go-rounds), die Teams die bei jedem Durchgang ihre Kälber
sortieren werden vor den Teams plaziert die ihr Vieh bei ein oderer mehreren
Durchgängen nicht sortierten, egal wievieleTiere sortiert wurden in der
gegebenen Reihenfolge und in der Zeit die sie dazu brauchten. Bei Wettbewerben
mit mehreren Durchgängen entscheidet die addierte Zeit über den Rang. Falls ein
Team auf seinen Start (run) verzichtet, kann sie nicht vor einem Team klassiert
werden das alle Starts in der Serie (go-rounds) durchführte.
Die Tiere dürfen nicht
mit Händen, Hüten, Lassos, Stöcken, Zügeln oder anderen Ausrüstungsgegenständen
berührt werden. Ein Team das mit brutalem Verhalten zu den Tieren erwischt
wird, wird mit « no-time » bestraft. Gerten, Hüte oder Lassos dürfen nicht
geschwungen werden. Aber erlaubt ist es, die Zügel zu schwingen oder mit den
Zügeln auf die Chaps zu schlagen.
Der Richter kann ein
Team wegen unnötiger Härte gegenüber Rind oder Pferd oder wegen Unsportlichkeit
disqualifizieren.
Sturz von Reiter oder
Pferd oder von beiden, führt nicht zur Disqualifikation. Der Reiter darf aber
deswegen nicht vom Boden aus Vieharbeit leisten was automatisch zur
Disqualifikation führen würde. Auch darf die Zeit nicht gestoppt werden solange
nicht alle Reiter wieder auf ihren Pferden sitzen.
Sollten während des
Ritts ein oder mehrere Reiter die Hüte verlieren, werden für jeden gefallenen
Hut 5 Strafsekunden zur Endzeit hinzuaddiert.
Falls ein Mitglied
eines Teams disqualifiziert wird, führt das zum Ausschluss des gesamten Teams.
Die Nummern müssen
mindestens 15,5 cm hoch sein. Die Nummern müssen so auf den Flanken der Tiere angebracht werden,
daß der obere Teil der Ziffer in der Mitte des Rückens zwischen Schulter und
Hüfte liegt. Die Nummern und die Startreihenfolge werden vom
Veranstaltungskomitee und dem Richter vor dem Wettbewerb ausgelost.
Es muß einen Flagman geben. Der Richter muß sich auf der Höhe der Startlinie befinden und kann auch
selbst die Fahne bedienen.
Ausrüstung : Erlaubt
sind generell alle im Westernreitsport gebräuchlichen Trensenarten, z.B. Bosal,
Snaffle Bit etc., wobei Westernkandaren mit einer Hand geritten werden müssen.
Es besteht kein Kandarenzwang für Pferde die älter als 6 Jahre sind. In den
Jugendklassen sind nur Snaffle Bit erlaubt. Für Jugendliche besteht
Helmpflicht. Zu einer Ausnahme muß ein Erziehungsberechtigter die
unterschriebene Erlaubnis vorlegen. Die entgültige Entscheidung über die
Ausrüstung liegt beim Richter.
Der Richter darf
während des laufenden Wettbewerbs nicht angesprochen werden. Bei
Mißachtung hat de Richter das Recht die Person vom Platz zu weisen bzw. den
Reiter zu disqualifizieren.