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Offizielle Regeln Western Evasion a.t.p.i. laut Offiziellem Regelbuch 2003 der FEWI inbegriffen Änderungen von Oktober 2003

  1. Das Zeit-Limit für Open-Classes beträgt 90 sek., für alle anderen Kategorien 150 sek.
  2. Innerhalb des Zeitlimits muss ein Team aus drei Reitern drei mit der gleichen Nummer oder mit gleichen Halsbändern gekennzeichnete Rinder aus der Herde abtrennen und in den dafür vorgesehenen Käfig treiben.
  3. Die Schnellsten gewinnen.
  4. 30 Sekunden vor Ablauf der Zeit muss dem Team die Restzeit angezeigt werden.
  5. Geschieht dies nicht, darf das Team einen Wiederholungslauf (rerun) verlangen, der sofort durchgeführt wird.
  6. Wenn das Team aus anderen Gründen einen Neudurchlauf (rerun) verlangt, wird dieser mit den gleichen Rindern aber mit einer Zeitstrafe von 60 Sekunden sofort durchgeführt.
  7. Vor jedem Start muss die Rinderherde auf ihrer Seite „gesettelt“ sein. Der Flagman hebt die Fahne, wenn alles startbereit ist. Wenn die Nase des Pferdes des ersten Reiters die Startlinie passiert, senkt der Flagman die Fahne. Die Zeitmessung beginnt und die Nummer oder Farbe des Halsbandes der abzutrennenden Rinder wird den Reitern zugerufen.
  8. Die Rieter sind nach einreiten in die Arena sofort im Wettkampf. Große Verzögerungen können zur Disqualifikation führen.
  9. Wenn die Rindernummer dem Team bekannt gegeben worden ist, ist das Team für diese Tiere verantwortlich. Sollte es vor dem Anreiten bemerken, dass eins ihrer Rinder verletzt oder unbenützbar ist, sollte sofort der Richter verständigt werden. Wenn schom mit dem Tieren gearbeitet wurde, gibt es keine valable Entschuldigung mehr. Falls ein Tier durch oder über den Zaun geht, entscheidet der Richter über eine Disqualifikation wegen unnötiger Härte den Rindern gegenüber. Er kann auch einen Wiederholungslauf (rerun) gestatten, wenn das Tier aus anderen Gründen die Arena verlassen hat. Der Wiederholungslauf (rerun) muss am Ende des Durchgangs (go-round) stattfinden. Der Richter und das Management entscheiden dann darüber, ob frische Tiere gebraucht werden oder welche Rinder noch frisch genug sind. Wenn frische Tiere mit schon gearbeiteten Rindern gemischt werden, muss eine Neunummerierung stattfinden oder Halsbänder erneuert werden um allen Teams die gleichen Chancen zu geben, müde und frische Rinder zu treiben.
  10. Die Zeit wird gestoppt, wenn sich die Nase des Pferdes eines Reiters im Käfig befindet, der Reiter die Hand in Richtung des Flagmans hebt und „Time“ ruft. Zu diesem Zeitpunkt darf sich kein Pferd weiter als bis zum Steigbügel seines Sattels im Käfig befinden. Sollte bei der Zeitnahme ein Pferd mit den Hinterhufen den Käfig betreten, wird das Team mit „no time“ bewertet. Alle nicht mit der eigenen Nummer markierten Rinder müssen sich auf der anderen Seite der Startlinie befinden. Die Zeit kann sonst nicht gestoppt werden. Sollte das Team weniger als drei Tiere in den Käfig getrieben haben, wenn es die Zeit stoppen will, dürfen die Rinder mit der eigenen Nummer auch auf der Käfigseite sein.
  11. Zu keinem Zeitpunkt dürfen sich mehr als vier (4) Rinder auf der Käfigseite der Arena befinden. Sollte dies passieren wird das Team mit „no time“ bewertet.
  12. Ein Team darf auch mit weniger als drei Kühen die Zeit stoppen lassen. Allerdings gewinnt das Team mit den meisten Kühen im Käfig. Erst bei gleicher Anzahl entscheidet die Zeit. Bei Turnieren, bei denen mehrere Durchgänge möglich sind, wird entweder der schnellste Durchgang mit den meisten Rindern gewertet oder die Zeiten und Rinderanzahl der Durchgänge werden addiert (siehe jeweilige Ausschreibung). Sollte bei so einem Wettbewerb ein Team z.B. auf seinen zweiten Durchgang verzichten, kann es nicht vor ein Team platziert werden, das alle Go-rounds absolviert hat.
  13. Verlangt ein Team das stoppen der Zeit wenn sich noch eine falsch nummerierte oder mit falscher Halsbandfarbe gezeichnete Kuh im Käfig oder auf der Käfigseite der Arena befindet, wird mit „no time“ gerichtet.
  14. Rinder dürfen nicht mit Händen, Hüten, Lassos, Gerten, Zügeln oder anderen Ausrüstungsgegenständen berührt werden. Andernfalls erfolgt eine Disqualifikation. Unnötige Härte führt zur „no-time“. Gerten, Hüte oder Lassos dürfen nicht geschwungen werden. Aber erlaubt ist es, mit den Zügeln auf die Chaps zu schlagen.
  15. Der Richter kann ein Team wegen unnötiger Härte gegenüber Rind oder Pferd oder wegen Unsportlichkeit disqualifizieren.
  16. Sturz von Reiter oder Pferd führt nicht zur Disqualifikation. Der Reiter darf aber nicht vom Boden aus Kuharbeit leisten. Das würde automatisch zum Ausschluss führen. Auch darf die Zeit nicht gestoppt werden, solange nicht alle Reiter eines Teams auf ihren Pferden sitzen.
  17. Sollten während des Ritts ein oder mehrere Reiter die Hüte verlieren, werden für jeden gefallenen Hut 5 Strafsekunden zur Endzeit hinzuaddiert.
  18. Falls ein Mitglied eines Teams disqualifiziert wird, führt das zum Ausschluss des gesamten Teams.
  19. Im Falle eines Stechens wird den betroffenen Teams erlaubt jeweils eine bestimmte Kuh aus der Herde zu holen. Das schnellste Team gewinnt.
  20. Falls ein Team seine Nennung zurückzieht, wenn schon die Startreihenfolge und die jeweilige Rindernummer/Halsbandfarbe ausgelost wurde, startet das nachfolgende Team an diesem Platz. Die ausgelosten Rinder erhalten ein „Freilos“.
  21. Die Nummern- oder Farbschilder der Rinder müssen mindestens 15,5 cm groß und die Halsbänder mindestens 15,5 cm weit sein. Die Schilder sollten so angebracht sein, dass sie sich auf beiden Seiten möglichst nah am Rückrat des Rindes befinden. Der Richter und das Management legt die Nummerierung der Rinder fest.
  22. Falls ein Team eine Nummer / Halsband erhält, die zu oft oder gar nicht vorhanden ist, findet ein neuer Durchgang mit einer richtigen Nummer / Halsband statt. Falls der Fehler erst nach dem Start des Teams entdeckt wird, findet der neue Wiederholungslauf (rerun) am Ende des Durchgangs mit dem selben Tieren statt.
  23. Die optimale Herdengröße beträgt 30 Rinder. Abgesehen davon kann die Herde bis zum 45 Tieren gross sein, das minimum sind 21 Tiere, auch wenn weniger als 7 Teams teilnehmen. Die endgültige Entscheidung über die Rinderanzahl liegt beim Richter und Veranstalter.
     a. Es müssen sich jeweils drei gleich markierte Rinder in der Herde befinden.
     b. Die Herdengröße muss während eines Durchganges konstant bleiben.
     c. Sollte sich während eines Laufs herausstellen, dass sich nicht drei Rinder mit der genannten Markierung in der Herde befinden, findet ein Wiederholungslauf für das betroffene Team statt.
     d. Für Wiederholungsläufe gilt weiterhin alles, was schon vorher in diesen Regeln dargelegt wurde. Die Herde darf nicht wieder benützt werden in einem Durchgang einer anderen Serie (go-round) bis auf die Ausnahme punkt 23 c)
  24. Es sollten zwei Flagman vorhanden sein, einer an der Start-/Ziellinie und einer am Eingang des Käfigs. Der Richter sollte an der Start-/Ziellinie postiert sein und kann die Aufgabe eines Flagmans mit übernehmen. Es sollten mindestens zwei Zeitnehmer zur Verfügung stehen. Normalerweise gilt die Zeit des Hauptzeitnehmers. Falls dessen Uhr ausfällt oder er das Stoppen verpasst, wird die Zeit des zweiten Zeitnehmers genommen. Die Start-/Ziellinie muss auf beiden Seiten der Arena deutlich markiert sein, z. B. durch Fahnen.
  25. Ausrüstung: Erlaubt sind generell alle im Westernreitsport gebräuchlichen Trensenarten, z.B. Bosal, Snaffle Bit etc., wobei Westernkandaren mit einer Hand geritten werden müssen. Es besteht kein Kandarenzwang für Pferde, die älter als 6 Jahre sind. In den Jugendklassen sind nur Snaffle Bit erlaubt. Für Jugendliche besteht Helm Pflicht. Zu einer Ausnahme muss ein Erziehungsberechtigter die Erlaubnis geben, mit Unterschrift. Die endgültige Endscheidung über die Ausrüstung liegt beim Richter.
  26. Der Richter darf während des laufenden Wettbewerbs nicht angesprochen werden. Bei Missachtung hat der Richter das Recht die Person vom Platz zu weisen bzw. den Reiter zu disqualifizieren.

Links Arenaplan TP

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